Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Zivilschutz-Hubschrauber

Rettung aus der Luft – die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundesministerium des Innern

Flächendeckend werden in Deutschland an über 50 Standorten Hubschrauber in der primären Luftrettung eingesetzt. Zu dieser Luftrettung gehören die direkte medizinische Notfallversorgung am Einsatzort und der Transport ins nächstgelegene zuständige Krankenhaus. Deutschlandweit stellt der Bund an 12 Luftrettungszentren 16 Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) zur Verfügung.

Rufname „Christoph“

Ihr Funkrufname lautet „Christoph“, an den Namen angehängt ist die jeweilige Standortnummer. Der Name ist vom heiligen Christophorus abgeleitet. Er ist der Schutzpatron der Reisenden, Seeleute, Kraftfahrer und Luftschiffer.

Retter in Orange

Die insgesamt zwölf orangefarbenen Hubschrauber des Bundesamtes für Bevölkerungschutz und Katastrophenhilfe (BBK) werden den Bundesländern für den Zivilschutz zur Verfügung gestellt. Die Länder setzen die Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) im täglichen Betrieb ergänzend zu ihrem bodengebundenen Rettungsdienst ein.

Jeder Zivilschutz-Hubschrauber führt eine medizinische Ausstattung mit, vergleichbar mit einem bodengebundenen Notarztfahrzeug.

 

Mit dem Zivilschutz-Hubschrauber können unter anderem

  • Schwerverletzte oder Erkrankte nach erster Behandlung vor Ort abtransportiert,
  • Patienten von Krankenhaus zu Krankenhaus verlegt,
  • Säuglinge im Inkubator transportiert,
  • Schadensstellen erkundet und überwacht,
  • Radioaktive Strahlung aus der Luft gemessen werden.

Im ZSH kann ein Verletzter liegend transportiert werden. Eine Notärztin / ein Notarzt und ein zum HEMS Crewmember (Helicopter Emergency Medical Services) weitergebildeter Rettungsassistent gehören neben dem Piloten zur ständigen Besatzung. Die medizinischen Besatzungsangehörigen werden grundsätzlich durch das jeweilige Stationskrankenhaus, die Hilfsorganisationen oder Berufsfeuerwehren gestellt. Alle ZSH werden von Pilotinnen oder Piloten der Bundespolizei geflogen. Die Verträge mit den Krankenhäusern, Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren schließen die Träger ab. Ihnen sind auch die finanziellen Belange der Zivilschutz-Hubschrauber übertragen.

Das BBK verwaltet den Betrieb der ZSH. Dazu gehören unter anderem die Hubschrauber im Auftrag des Bundesministeriums des Innern zu beschaffen und auszustatten. Um die Ausbildung der Notärztinnen und Notärzte zu unterstützen, findet bis zu zweimal jährlich ein Einweisungsseminar für Ärzte auf Zivilschutz-Hubschraubern statt. Das BBK richtet an seiner Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) einmal jährlich das Seminar „Qualitätssicherung für Zivilschutz-Hubschrauber – Jahrestagung“ aus.

Seit 1971 wurden bundesweit in der Luftrettung rund 1,9 Millionen Rettungseinsätze geflogen; mehr als ein Drittel davon durch die Bundespolizei mit ZSH des BBK.

EC135T2i

Triebwerke 2 x Turboméca Arrius-2 B
mit je 609 kW/816 WPS
Höchstgeschwindigkeit 259 km/h (MTOW)
Reisegeschwindigkeit 230 km/h (ökonomisch; MTOW)
Schwebeflughöhe max. 3045 Meter oder 2435 Meter
(20° C; MTOW)
Flughöhe max. 6095 m Meter bei 2.720 kg
Standardreichweite etwa 635 km
Abfluggewicht max. 2950 kg
Standardleergewicht 1.455 kg
Hauptrotordrehzahl max. 395 U/min
Länge über alles 12,19 m (bei lfd. Rotor)
Höhe über alles 3.51 m
Rotordurchmesser 10,20 m
Gesamtnutzlast max. 1455 kg
Nutzlast angehängt max. 1300 kg
Steiggeschwindigkeit max. 7.6 m/s

Datenangaben von AIRBUS/Eurocopter